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Ladeinfrastruktur in Parkhäusern und Tiefgaragen

Worauf Immobilienbetreiber bei Sicherheit und Brandschutz achten sollten

Ladeinfrastruktur wird zunehmend zum festen Bestandteil moderner Immobilien. In Wohnanlagen, Bürogebäuden, Einkaufszentren, Hotels oder öffentlichen Parkhäusern steigt der Bedarf an Lademöglichkeiten kontinuierlich. Gerade in Parkhäusern und Tiefgaragen sollte die Installation jedoch nicht als isoliertes Elektroprojekt betrachtet werden. Bestehende Gebäudetechnik, elektrische Anschlussleistung, Brandschutz, Fluchtwege und die Möglichkeit eines späteren Ausbaus müssen von Beginn an berücksichtigt werden.

Aus unserer Erfahrung bei TSG zeigt sich, dass eine sorgfältige Bestandsaufnahme und die frühe Koordination aller beteiligten Fachbereiche wesentlich dazu beitragen, spätere Anpassungen, zusätzliche Kosten und Verzögerungen zu vermeiden.

Planung einer Energie- und Ladeinfrastruktur anhand technischer Zeichnungen und Standortpläne.

Das bestehende Gebäude als Ausgangspunkt

Bei Neubauten lässt sich Ladeinfrastruktur bereits während der Gebäudeplanung berücksichtigen. In bestehenden Parkhäusern und Tiefgaragen sind die Voraussetzungen häufig komplexer.

Elektroverteilungen, Leitungswege und Leistungsreserven wurden möglicherweise geplant, bevor Elektromobilität eine relevante Rolle spielte.

Vor der Installation sollte geklärt werden, welche technischen Voraussetzungen tatsächlich vorhanden sind. Besonders relevant sind dabei:


verfügbare Anschlussleistung und Leistungsreserven


vorhandene Haupt- und Unterverteilungen


mögliche Kabel- und Leitungswege


bestehende Brandabschnitte


Flucht- und Rettungswege


Lüftungs- und Entrauchungssysteme


Anzahl der heute und künftig benötigten Ladepunkte

Brandschutz beginnt bei der Planung

Beim Thema Elektromobilität entstehen schnell Diskussionen über mögliche Brandrisiken. Für Immobilienbetreiber sollte jedoch weniger eine pauschale Bewertung des Fahrzeugtyps im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die fachgerechte Integration der Ladeinfrastruktur in das Gebäude. Ladestationen stellen über längere Zeit elektrische Leistung bereit. Leitungen, Verteilsysteme, Schutzorgane und Anschlusspunkte müssen deshalb entsprechend dimensioniert und fachgerecht installiert werden.
Ebenso wichtig ist die Integration neuer Leitungswege in das bestehende Brandschutzkonzept. Müssen Kabel durch Wände, Decken oder Brandabschnitte geführt werden, sind diese Durchführungen fachgerecht auszuführen und erforderliche Abschottungen zu berücksichtigen.

Auch bestehende Sicherheitseinrichtungen wie Brandschutzklappen, Sprinkleranlagen oder Entrauchungssysteme dürfen durch neue Installationen nicht beeinträchtigt werden.
Welche konkreten Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Gebäude, seiner Nutzung und den örtlichen Vorgaben ab. Bei komplexeren Projekten sollten deshalb Brandschutzfachpersonen und weitere zuständige Fachplaner frühzeitig eingebunden werden.

Ladepark für Elektrofahrzeuge mit mehreren Schnellladestationen in einem modernen Flottendepot.

Fluchtwege und Zugänglichkeit berücksichtigen

Auch die Position der Ladestationen spielt für einen sicheren Betrieb eine wichtige Rolle. Wallboxen, Ladesäulen, Kabel oder technische Einrichtungen dürfen Flucht und Rettungswege nicht beeinträchtigen. Bei der Planung sollte beispielsweise geprüft werden, ob Ladekabel in Fahr oder Gehbereiche gelangen können, technische Komponenten ausreichend vor Anfahrschäden geschützt sind und Wartungsarbeiten sicher durchgeführt werden können.

Ein durchdachtes Kabelmanagement reduziert Stolperstellen und schützt gleichzeitig Kabel und Stecker vor unnötiger mechanischer Belastung.
Bei größeren Anlagen sollte außerdem berücksichtigt werden, dass technische Einrichtungen, Verteilungen und Abschaltmöglichkeiten im Bedarfsfall gut zugänglich und eindeutig dokumentiert sind.

Belüftung und Entrauchung in das Gesamtkonzept einbeziehen

Elektrofahrzeuge verursachen beim normalen Parken und Laden keine lokalen Abgase. Trotzdem sind vorhandene Lüftungs und Entrauchungssysteme ein wichtiger Bestandteil der Gebäudeplanung. Neue Kabeltrassen, Verteilungen oder andere technische Komponenten dürfen bestehende Luftwege, Sensoren oder Sicherheitseinrichtungen nicht beeinträchtigen.
Ob darüber hinaus Anpassungen notwendig sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem die Grösse und Nutzung des Parkhauses sowie das bestehende Brandschutz und Lüftungskonzept. Auch hier gilt deshalb: Die Ladeinfrastruktur sollte in die vorhandene Gebäudetechnik integriert werden und nicht unabhängig davon geplant werden.

Von Beginn an an den späteren Ausbau denken, denn dadurch können zusätzliche Ladepunkte später wesentlich einfacher ergänzt werden.

Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich die aktuell benötigten Ladepunkte zu planen. Heute werden vielleicht zehn Stellplätze elektrifiziert. In einigen Jahren können jedoch 30, 50 oder deutlich mehr Ladepunkte erforderlich sein. Werden Leitungswege, Verteilungen und Steuerungssysteme nur für den aktuellen Bedarf ausgelegt, können spätere Erweiterungen unnötig teuer werden. Eine skalierbare Planung berücksichtigt deshalb bereits beim ersten Ausbau:

Reserven bei Leitungswegen und Elektroverteilungen


zukünftige zusätzliche Ladepunkte


einheitliche Kommunikations- und Abrechnungssysteme


ein skalierbares Lastmanagement


Möglichkeiten zur Integration weiterer Energiesysteme

Digitale Übersicht eines Flottendepots auf einem Tablet zur Steuerung von Energie- und Ladeinfrastruktur.

Lastmanagement entlastet die elektrische Infrastruktur

Eine der zentralen Herausforderungen größerer Ladeanlagen ist die verfügbare Anschlussleistung. Wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig laden, können hohe Leistungsspitzen entstehen. Gleichzeitig benötigen Aufzüge, Beleuchtung, Lüftung, Heizung, Kühlung und weitere Gebäudetechnik ebenfalls Energie. Ein dynamisches Lastmanagement berücksichtigt die verfügbare Leistung und verteilt diese intelligent auf die angeschlossenen Ladepunkte.

Dadurch kann die bestehende Anschlussleistung effizienter genutzt werden. Je nach Ausgangssituation lassen sich zusätzliche Ladepunkte realisieren, ohne die theoretische Maximalleistung aller Ladepunkte gleichzeitig bereitstellen zu müssen.

Für Immobilienbetreiber kann dies einen wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil darstellen und dazu beitragen, kostenintensive Erweiterungen der Energieversorgung zu reduzieren oder zeitlich hinauszuschieben.

Betrieb und Wartung von Anfang an berücksichtigen

Mit der Inbetriebnahme beginnt die längste Phase im Lebenszyklus einer Ladeanlage: der laufende Betrieb. Deshalb sollten bereits während der Planung klare Verantwortlichkeiten definiert werden.

Wer überwacht die Ladepunkte?


Wer reagiert bei Störungen?


Wie werden Nutzer und Ladevorgänge verwaltet?


Und wer übernimmt Wartung und Softwareupdates?

Elektrofahrzeug an einer Schnellladestation in einer modernen Ladeinfrastruktur für Fahrzeugflotten.

Regelmäßige Kontrollen tragen wesentlich zur Betriebssicherheit und Verfügbarkeit bei. Dazu gehören beispielsweise die Prüfung von Ladekabeln, Steckern und Gehäusen sowie Funktionskontrollen der technischen Systeme.

Monitoring ergänzt diese Maßnahmen. Kommunikationsprobleme, Störungen oder ungewöhnliche Betriebszustände können dadurch frühzeitig erkannt werden, bevor daraus längere Ausfallzeiten entstehen.

Die wichtigsten Punkte für Immobilienbetreiber

Vor der Umsetzung eines Ladeinfrastrukturprojekts sollten insbesondere sechs Fragen beantwortet sein. Wer diese Punkte frühzeitig berücksichtigt, schafft eine solide Grundlage für einen sicheren, wirtschaftlichen und langfristig zuverlässigen Betrieb.


1

Bedarf:

Wie viele Ladepunkte werden heute und zukünftig benötigt? 


2

Energieversorgung:

Welche Anschlussleistung und Reserven stehen zur Verfügung? 


3

Sicherheit:

Wie lässt sich die Ladeinfrastruktur in das bestehende Brandschutzkonzept integrieren? 


4

Skalierbarkeit:

Wie einfach kann die Anlage später erweitert werden? 


5

Betrieb:

Wie werden Lastmanagement, Abrechnung, Monitoring und Wartung organisiert?


6

Verantwortlichkeiten:

Wer ist für Betrieb, Service und Störungsbehebung zuständig?

Wie TSG Immobilienbetreiber unterstützt

Bei Ladeinfrastruktur in Parkhäusern und Tiefgaragen müssen zahlreiche technische Bereiche zusammenspielen. Genau deshalb betrachten wir bei TSG nicht nur den einzelnen Ladepunkt, sondern die gesamte Infrastruktur des Standorts.
Wir unterstützen Immobilienbetreiber, Investoren und Unternehmen von der ersten technischen Analyse über Planung und Installation bis zum langfristigen Betrieb.
Dabei berücksichtigen wir unter anderem die vorhandene Energieversorgung, die benötigte Ladeleistung, Lastmanagement, Erweiterbarkeit sowie die Integration in bestehende Gebäude und technische Systeme. So entstehen Lösungen, die den heutigen Bedarf erfüllen und gleichzeitig auf zukünftige Anforderungen vorbereitet sind.

Sicherheit beginnt mit der richtigen Planung

Eine sichere Ladeinfrastruktur in Parkhäusern und Tiefgaragen entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Elektroinstallation, Gebäudetechnik, Brandschutz, Lastmanagement und laufendem Betrieb.
Wer diese Bereiche bereits in der Planungsphase gemeinsam betrachtet, reduziert technische Risiken, vermeidet unnötige Nachrüstungen und schafft eine Infrastruktur, die langfristig mit dem Bedarf wachsen kann.
TSG begleitet Immobilienbetreiber dabei als erfahrener Partner von der ersten Analyse bis zum zuverlässigen Betrieb der Ladeinfrastruktur.

Planen Sie Ladeinfrastruktur für ein Parkhaus, eine Tiefgarage oder eine größere Immobilienanlage?

Unsere Spezialisten unterstützen Sie bei der technischen Analyse, Planung und Umsetzung einer sicheren und skalierbaren Lösung.

+49 (0) 89 374 064 888 oder direkt über unser Anfrageformular!

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